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Ausgewählter Beitrag
Wortwörtlich: Etwas ausgefressen haben
Etwas ausgefressen haben----
ohja, so etwas habe ich. Meine Eltern waren seltenst mal beide zur selben Zeit außer Haus, sprich: ich war seltenst allein und ohne Aufsicht. Musste ich auch nicht haben, Aufsicht, war ich doch durch Schläge ein gut trainiertes angepasstes Kind.
Nun duftete es gar verführerisch aus der Küche. Ich folgte dem Geruch und sah----einen Rosinenkuchen. Bah, so einen Kuchen von meiner Mutter liebte ich so gar nicht, verwendete sie doch immer beim Backen außer den Rosinen auch noch das olle Citronat und Orangeat-Zeugs. Schüttel. Sonntags aß ich dann den Kuchen, darf aber das Citronat eigentlich nicht entfernen. Also ess ich den Kuchen fast nie mit. Nur, wenn Vater auf Arbeit oder außer Haus ist, erlaubt Mutter mir, dass ich das Citronat "rauspolcke"!
Hm, da kullert gerade vom Kuchen aus dem Teig eine Rosine. Was die wohl in Bewegung gesetzt hat? Schwupps, ist sie verschwunden in meinem 9-jährigen Kindermund.
Nun bekomme ich einen Jieper auf die süßen, braunen, verschrumpelten und in Rum eingelegten kleinen Weintrauben. Durchs Einlegen sind die Rosinentrauben wieder etwas gewachsen. Natürlich nicht auf ihre ursprüngliche Weintraubengröße, dafür aber lecker alkoholisiert! Aber Mutter lehrte mich ja Sonntags am Kaffeetisch, dass ich Kuchen mit Alkohol sehr wohl essen dürfe, da durch das Backen der Alkohol sich in Luft auflöse!
Nasch, schon kratze ich eine neue Rosine, die diesmal nicht so einfach freiwillig aus dem Kuchenteig rollt, aus Selbigem heraus.
Und noch eine :kicher:
Und noch eine...
Die Zeit vergeht, über mir tickt die Küchenuhr vor sich hin, ziemlich laut. So langsam mischt sich mein Herzschlag mit dem Ticken der Uhr und es macht ticktack-wumwum-auweh-tick-tack-wumwum-auweia-ticktack-wumwum-bald-ticktack-wumwum-kommen-ticktack-wumwum-die Eltern-ticktack-wumwum-zurück
Und schon krault mein Fingernagel des Zeigefingers wieder im Kuchenteil nach der (wievielten) nächsten Rosine.
Mittlerweile gleicht der Kuchen einem Maulwurfshügel, den man sich von innen anschaut, um zu sehen, wo der Maulwurf seine Wurf- und seine Speisehöhlen angelegt hat. Nur hat mein Maulwurf seine Speisehöhlen gerade von ihren Vorräten befreit, Er scheint diese vertrockneten Weintrauben genauso zu lieben wie ich.
Meine Eltern werden mich dafür nicht lieben und statt Maulwurfshügel werde ich Sterne nach den Katzenköpfen meines Vaters sehen.
Nun war fast alles schon egal. Ich angelte weiter in den Tiefen des Teiges. Katzenköpfe für so wenig Rosinen erschien mir nicht so erstrebenswert. Ich hatte schon damals gute Beziehungen zu dem Motto: entweder oder. Entweder mach´ich es gar nicht oder richtig!!!
Also, richtig geraten, ich machte weiter.
Der Maulwurfshügel bekam einen Zwillingsbruder. Den Drillingsbruder als Hügel konnte man nicht sehen, der befand sich unsichtbar in meinem Magen.
Aber der Citronat-Hügel wuchs. Ich teilte sorgfältig in Farben auf (auch heute mache ich exzessive Mülltrennung!): rot-gelb-grün und orangegelb.
Auf einmal höre ich den Schlüssel im Schloss in der Haustür. Knarz, er dreht sich rum, zeitgleich mit meinem Magen. Kehrtwendung marsch, fast hätte sich der unsichtbare Rosinenhügel zu seinen Zwillings-, Drillings- Mehrfachbrüdern ergeben.
Aber mein Motto lautete auch noch: was ich mal habe, habe ich!
Schnell benutzte ich die zweite Küchentür, die nicht zum Flur in Richtung Haustür und Eltern führte, sondern ins Wohnzimmer. Dort tat ich so, als studierte ich die Fernsehzeitung nach einem netten Nachmittagskaffeezeiten-Film.
Mutter ging in die Küche, Vater ging in die Küche. Ich sah Vater schon durch die Zweittür ins Wohnzimmer stürmen. Aber noch passierte nichts.
Auf einmal ein Aufschrei: "Bärbel!" Dann wandte Mutter sich laut schreiend an Vater "Kiek mal, wat dat Jör ausjefressen hat!"
Weil das so passte, lachte und wieherte mein Vater los "Ausjefressen hat se wat, im wahrsten Sinne det Wortes!" Dann lachten Beide und mir blieben die Katzenköppe erspart!
Bärbel 15.10.2009, 12.57
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| Margrit |
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Hallo Bärbel,
Deine Bilder UND die Gedichte finde ich klasse! Vielleicht schickst Du mal einen Beitrag an www.tiergeschichten.de! Frdl. Gruß! Margrit |
| 13.4.2012-18:58 |
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| Ferdinand |
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Hallo Bärbel, endlich komme ich dazu den versprochenen Eintrag nachzu holen. Also noch einmal, sehr schöne und unterhaltsame Seite. Ich werde Dich öfter besuchen kommen.
Liebe Grüße, Ferdinand |
| 15.11.2011-17:31 |
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| michael |
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der bär sieht echt niedlich aus, freundlich und lacht
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| 4.2.2011-16:57 |
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| Tabitha&Robert |
Alles Gute zum Geburtstag! |
| 28.1.2011-10:53 |
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| Monika |
Lasse mal eben ganz liebe Grüße da und teile mit, dass die Mail noch beantwortet wird.Hab` einen schönen Tag! Monika |
| 6.9.2010-15:55 |
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| Marion |
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Hallo Bärbel,du hast eine tolle Seite, die man sich immer wieder gerne ansieht u nd sofort gute Laune bekommt.Mach weiter so.
LG Marion |
| 24.1.2010-18:34 |
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| Name Marion |
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Text
Hallo Bärbel,du hast eine tolle Seite, die man sich immer wieder gerne ansieht u nd sofort gute Laune bekommt.Mach weiter so. LG Marion http://www.mariongre.de/40655.html |
| 24.1.2010-17:38 |
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| Rici |
Sie handarbeitet, sie schreibt und symphatisch ist sie auch noch. Liebe Bärbel ich lasse dir mal ganz ganz liebe Grüße hier. Grüße mir Berlin schön!! Beste Grüße Rici |
| 8.6.2009-22:07 |
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| Achim |
Hübscher Platz hier , schöne GRüße von Berlin nach Berlin |
| 14.5.2009-21:54 |
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| Carol |
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Hallochen Bärbel,
ich wollte dir liebe Grüßlis dalassen und freue mich bald wieder von dir zu lesen. Herzlichst ... Carol |
| 30.4.2009-16:57 |
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Liebe Bärbel ich lasse dir mal ganz ganz liebe Grüße hier. Grüße mir Berlin schön!! Beste Grüße Rici