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Ausgewählter Beitrag
Kreativität im Alltag
Kreativität im Alltag
Sind wir nicht alle im Gewissen Maße Lebenskünstler? Ist nicht jeder und jede in ihrem Lebensbereich mit Kreativität gesegnet?
Ich erinnere mich an eine nette Werbung, in der eine junge Frau nach ihren Fähigkeiten befragt wird. Sie antwortet: sie leite ein kleines Familien-Unternehmen.
Leiten wir nicht alle eine kleine Werkstatt der Kreativität oder Kunst, mancher weniger, mancher mehr. Mal liegt der Fokus von außen da drauf und wir können uns Künstler, Maler, Zeichner, Schriftsteller, Autor, Kunstschaffender ;-) (ein Begriff von früher), Drucker, Grafiker, Koch, Bäcker, Tortenhersteller, Konditor, Metzger, Schneider, Stoffgrafiker usw., usf. nennen.
Sind wir nicht ausgebildet und geprüft und mit Stempel als Meister, Geselle, Auszubildender oder ähnlich lautenden Zertifizierungen eingeordnet, so ist unsere Kunst oder Kreativität eben eine im Alltag, etwas, was im Alltäglichen fast untergeht. Es sei denn, man holt sich seine Lorbeeren von außen ab. Sei es, dass man seine Werke bei DaWanda anbietet oder auf Plattformen von Internet-Auktionshäusern oder sie ausstellt. Ausstellungen virtueller Art gibt es im Internet zu Hauf, gerade auch auf allen schönen Blogs der Handarbeiten, der fleißigen Sockenstrickerinnen, Patchworkerinnen, Fotomontage-Herstellern, die ihren Blick aufs Alltägliche werfen und es so ablichten oder bearbeiten, dass sie ein Kunstwerk damit schaffen.
Wie oft habe ich gehört, wenn ich mal eine schöne Geburtstags- oder Einladungskarte gestaltet habe, dass der Empfänger sich bedankte und davon sprach, dass er nicht so mit einer Kreativität ausgestattet sei.
Aber ich erinnere mich, dass ich auch von zwei linken Händen spreche beim Nagel einschlagen oder gar beim Bohrloch bohren für eine Schraube. Aber wenn ich ganz ehrlich in mich hineinhorche, höre ich ein Wispern: "Du könntest es doch. Bist du nicht eher zu bequem, es zu probieren?"
Blush----> erwischt.
Ich kenne eine Frau, die behauptet notorisch, ihr würde selbst das Eierkochwasser anbrennen. Sie koche darum überhaupt nie. Sie könne das gar nicht. Letztens war ich bei ihr eingeladen und es gab Kaffee. Der war ihr auch nicht angebrannt. Ich sah eine Pfanne, da klebten Reste vom Spiegelei drin. Sie kochte doch!
Zugegeben, Übung macht immer erst den Meister. Haben wir nicht alle erstmal laufen lernen müssen. Und sprechen? Und schreiben und lesen undundund.
Der nächste coole Spruch mit Wahrheit: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Stimmt. Und dennoch stecken in uns allen kleine Meister, die darauf warten, geweckt zu werden.
Welcher kleine Geist wohl in mir geweckt werden möchte? Nun, heute habe ich zur Ölkreide gegriffen und mir eine blühende Klivie gemalt. Meine werden sicher Ende Januar erstmals Blüte zeigen. Bis dahin tröstet mich mein Bild, nicht perfekt, so gar nicht und dennoch: es hat mir Spaß gemacht :-)). Früher hätte ich gesagt: "Auweia, ich kann doch nicht so ein schönes und teures Blatt Zeichenpapier für so eine minderwertige Arbeit verschwenden!" Aber nachdem ich einmal eine Wohnung eines Verstorbenen räumen musste und in der die immer schön geschonten und für zu gut bezeicneten Sachen fand und sie nun entsorgen musste, habe ich eine andere Einstellung zu bestimmten Sachen. Ja, ich versuche auch, Sachen, die teuer waren, besonders gut zu behandeln. Nun habe ich aber mal den Zeichenblock für Acrylmalerei angeschafft, einen sehr großen. Male Acryl aber viel lieber auf richtiger Leinwand. Der Block ist zur Zeit "überflüssig". Warum sollte ich ihn dann nicht auch für Skizzen oder zum Ausprobieren nutzen?
Ich möchte alle ermuntern, die ihren Sinn im Leben suchen und meinen, nichts wert zu sein. Sucht weiter, horcht in euch hinein und aktiviert eure verborgenen Fähigkeiten. Vielleicht gelingen euch ja bessere Bilder als mir (mit hoher Wahrscheinlichkeit ;-)), oder andere schöne und nicht so schöne Werke. Oder ihr schreibt ein Buch, ein Referat, einen Aufsatz, eine Doktorarbeit oder ihr gestaltet eure Wohnung oder die anderer Leute, werdet Ausstatter, Inneneinrichter, Innenarchitekt oder einfach nur Mutter oder Vater, die das Nest für ihre Kinder ausgestalten, eine Räuberhöhle oder wie bei einem Kinderarzt eine Meereslandschaft (der Untersuchungstisch war eine Riesenkrake)mit einem Schiff und Ausguck.
Hat nicht fast Jeder oder Jede ein Manuskript ihres Lebens in einer Schublade liegen? Genannt Tagebuch oder Lebensplaner oder Kalender. Ihr könntet also auch schreiben, wenn euer Herz dafür schlägt. Oder manche skizzieren auch was in ihren Tagebüchern. Ihr könntet also auch malen. Oder ein wunderschönes Mittagessen bereiten, wie ich es gleich machen werde. Dabei bin ich ein Null-Sterne-Koch. Mein Magen juchzt dennoch vor Freude. Habe also schon einen Anhänger für diese Kunst gefunden. Tschüssiiiiii
Bärbel 21.01.2010, 13.31
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Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von Marion
Hallo Bärbel,
ich habe den Artikel gelesen und er spricht mir ganz aus der Seele. Viele Dinge muß man einfach ausprobieren. Ich glaube man ist mit sich selber auch immer kritischer,als mit anderen.
Wieder einmal sehr schöne Worte, bei so grausigem Wetter.
Grüße aus Glienicke
vom 26.01.2010, 08.56
Antwort von Bärbel:
Hallo Bärbel,
ich habe den Artikel gelesen und er spricht mir ganz aus der Seele. Viele Dinge muß man einfach ausprobieren. Ich glaube man ist mit sich selber auch immer kritischer,als mit anderen.
Wieder einmal sehr schöne Worte, bei so grausigem Wetter.
Grüße aus Glienicke
vom 26.01.2010, 08.56
Liebe Marion,
ja, man selber legt sich die Latte immer noch einen Zentmeter höher. Bei anderen Kreativen lobt man oder frau sehr, und sich selber behandelt man so, wie man selber von Anderen nicht behandelt werden möchte ;-)).
Liebe und nachdenkliche Grüße
Bärbel
In diesem Buch sind Gedichte
zum Thema Sommer von mir
erschienen. Bestellbar bei mir
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| Margrit |
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Hallo Bärbel,
Deine Bilder UND die Gedichte finde ich klasse! Vielleicht schickst Du mal einen Beitrag an www.tiergeschichten.de! Frdl. Gruß! Margrit |
| 13.4.2012-18:58 |
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| Ferdinand |
|
Hallo Bärbel, endlich komme ich dazu den versprochenen Eintrag nachzu holen. Also noch einmal, sehr schöne und unterhaltsame Seite. Ich werde Dich öfter besuchen kommen.
Liebe Grüße, Ferdinand |
| 15.11.2011-17:31 |
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|
| michael |
|
der bär sieht echt niedlich aus, freundlich und lacht
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| 4.2.2011-16:57 |
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| Tabitha&Robert |
Alles Gute zum Geburtstag! |
| 28.1.2011-10:53 |
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|
| Monika |
Lasse mal eben ganz liebe Grüße da und teile mit, dass die Mail noch beantwortet wird.Hab` einen schönen Tag! Monika |
| 6.9.2010-15:55 |
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| Marion |
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Hallo Bärbel,du hast eine tolle Seite, die man sich immer wieder gerne ansieht u nd sofort gute Laune bekommt.Mach weiter so.
LG Marion |
| 24.1.2010-18:34 |
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| Name Marion |
|
Text
Hallo Bärbel,du hast eine tolle Seite, die man sich immer wieder gerne ansieht u nd sofort gute Laune bekommt.Mach weiter so. LG Marion http://www.mariongre.de/40655.html |
| 24.1.2010-17:38 |
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| Rici |
Sie handarbeitet, sie schreibt und symphatisch ist sie auch noch. Liebe Bärbel ich lasse dir mal ganz ganz liebe Grüße hier. Grüße mir Berlin schön!! Beste Grüße Rici |
| 8.6.2009-22:07 |
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| Achim |
Hübscher Platz hier , schöne GRüße von Berlin nach Berlin |
| 14.5.2009-21:54 |
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| Carol |
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Hallochen Bärbel,
ich wollte dir liebe Grüßlis dalassen und freue mich bald wieder von dir zu lesen. Herzlichst ... Carol |
| 30.4.2009-16:57 |
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|
Liebe Bärbel ich lasse dir mal ganz ganz liebe Grüße hier. Grüße mir Berlin schön!! Beste Grüße Rici
Wahre Worte... wobei ich kochen nie als "kreativ" eingestuft habe und meiner Meinung nach ist es sehr leicht zu lernen - wenn man alles richtig gemacht hat, gibt´s leckeres Essen
Du hast vollkommen Recht: einfach machen, weil´s Spaß macht.
Vielleicht sind wir auch falsch programmiert, nach dem Motto "wenn´s Spaß macht, kann´s nix `richtiges´sein, ein ´echter`Künstler quält sich schließlich..."
vom 24.10.2011, 18.46